Impfschema für Hunde und Katzen

 

Dieses Schema ist ein Zitat aus dem Buch: Hunde würden länger leben, wenn...

Autorin: Frau Dr. med. vet. Jutta Ziegler.

Frau Dr. Ziegler hat mir netterweise erlaubt, diese Textpassagen aus ihrem Buch zu zitieren.

 

Hunde:

Sinnvoll für den Hund sind nur Impfungen gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose und wenn nötig Tollwut.

Gegen diese Krankheiten sollten alle Hunde grundimmunisiert sein. Sie kommen zwar kaum noch vor, aber zum Schutz vor infizierten Welpen aus gewissenlosen Massenzuchten, die an der Autobahn verkauft werden und die Krankheiten ins Land bringen könnten, sollte man auf diese Impfungen nicht verzichten. Es genügt eine zweimalige Immunisierung im Welpenalter für einen lebenslangen Schutz. Tierärzte haben jedoch meist nur Kombiimpfstoffe lagernd. Von sieben-und achtfachen Impfungen ist generell abzuraten. Für Staupe, Hepatitis, Leptospirose gibt es auch einen Kombiimpfstoff. Hier ist aber der Leptospiroseanteil getrennt und kann durch aqua destillate ersetzt werden.

 

Hinweis zur Tollwutimpfung:

Das Infektionsrisiko ist äußerst gering. Wer ins Ausland fährt, muss seinen Hund impfen lassen. Hier gibt es aber einen für frei Jahre zugelassenen Impfstoff (Madivac).

Tollwut sollte nie mit anderen Impfstoffen zusammen geimpft werden, und Welpen sollten die Tollwutimpfung erst mit ca. einem halben Jahr (nach dem Zahnwechsel) erhalten.

 

Impfungen, die nichts oder fast gar nichts bringen:

 

Leptospirose:

Leptoimpfstoffe schützen, wenn überhaupt, nur gegen zwei Lepto-Arten. Zudem ist die Gefahr von Nebenwirkungen beim Leptoimpfstoff sehr groß.

 

Borreliose:

Der Impfstoff nützt so gut wie nichts, da er nur gegen Borrelien wirkt, die bei uns sehr selten vorkommen. Auch hier wird ein Ganzkeimimpfstoff verabreicht, der sehr nebenwirkungs-trächtig ist.

 

Zwingerhusten:

Er wird durch sehr viele verschieden Erreger verursacht, deswegen ist der Nutzen einer Impfung nur beschränkt.

 

Coronaviren:

Gegen Coronaviren wird seit Neuestem gerne geimpft, der Impfstoff soll vor Durchfällen schützen. Die Infektion verläuft allerdings sehr mild und steht in keiner Relation zu den Nebenwirkungen. Auch wird die Schutzwirkung von Experten aus verschiedenen Gründen bezweifelt.

 

Katzen:

 

Wohnungskatzen:

NUR gegen Katzenseuche impfen!

Grundimmunisierung (adjuvansfreier Impfstoff, z.B. Eurifel P), das heißt eine zweimalige Impfung im Welpenalter. Wenn die Katze bei der Erstimpfung älter als 16 Wochen ist, reicht eine einmalige Impfung. Die Immunität hält lebenslang an.

 

Freilaufende Katzen:

Gegen Katzenseuche impfen, wie beschrieben.


Katzenschnupfen:

Die Impfung schützt nicht vor der Infektion, sondern lindert nur die Krankheitssymptome. Auch hier hält die zweimalige Impfung im Welpenalter sehr lange, wenn nicht gar lebenslang. Wiederholungsimpfungen erhöhen den Impfschutz nicht. Auch in Tierheimen bringen Nachimpfungen wahrscheinlich nichts. Wichtiger ist hier die Hygiene und Stressfreiheit.


Leukose:

Nur sinnvoll bei Welpen und Jungtieren. Auch hier nur Grundimmunisierung (zweimal). Der Schutz hält lebenslang. Ältere Katzen sollten bei der Erstimpfung auch zweimal geimpft werden. Bei größeren Katzengruppen sollten Neuzugänge getestet werden. Leben Katzen ständig mit Leukose-infizierten Artgenossen eng beisammen, schützt auch die Impfung nicht immer.


Tollwut:

Nur impfen, wenn es unbedingt erforderlich ist (Auslandsaufenthalt). Dann aber sollte man vierjährigen Impfstoff verwenden (Rhabdomun und Enduracell T): Adjuvansfreie Tollwutimpfstoffe gibt es keine.

 

Impfungen bei Katzen, die nichts oder fast gar nichts bringen:


FIP (feline infektiöse Peritonitis):

Das Risiko eines Krankheitsausbruches wird durch die Impfung meist noch gefördert.


Chlamydien:

In vielen Katzenkombiimpfstoffen sind Chlamydien enthalten. Die Schutzwirung ist schlecht und es besteht ein großes Risiko an Nebenwirkungen.


Hautpilz:

Der neu auf den Markt befindliche Impfstoff gegen Hautpilze soll die Heilung bei Pilzerkrankungen der Katze beschleunigen. Bei den Nebenwirkungsmeldungen allerdings taucht der Impfstoff besonders häufig auf. Risikofaktoren für eine Pilzerkrankung sind vor allem Stress und die Haltung von mehreren Katzen auf engem Raum. Ausreichende Hygienebedingungen sind auf jeden Fall wirksamer als eine fragwürdige Impfung. Die Erfahrungen der Katzenhalter mit diesem Impfstoff sind überwiegend negativ.


Nochmals vielen Dank an Frau Dr. med.vet. Jutta Ziegler für die erteilte Erlaubnis diese Passage aus ihrem Buch "Hunde würden länger leben, wenn...." zitieren zu drüfen.